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Autor Thema: Phips' Geschreibsel  (Gelesen 12235 mal)
Phips
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« am: Fr, 16. März 2012, 23:28 »

Da ich hier einige sehr gute Werke gesehen hab, kann ich nicht wiederstehen euch auch mal meine Werke zu präsentieren. Ich würde mich natürlich sehr über ein paar ehrliche Meinungen freuen :) Da ich mit der zeit vielleicht weitere Einstellen werde, werde ich mich auf diesen Thread beschränken um Platz zu sparen. Sollte es allerdings zu unübersichtlich werden bitte ich um einen Hinweis ;)


So, nun bin ich leise und lasse euch lesen.
Grüße Phips

Ungewissheit

Ist es wahr, sind sie bereit?
Bestreiten sie das Leben bald zu zweit?
Sie mögen sich wirklich sehr,
und der Abstand fällt ihnen sichtlich schwer.

Nur einen gemeinsamen Tag am See geschwärmt,
ist ´s das Herz, das mit Liebe sie erwärmt?
Können sie es wirklich nicht erkennen,
oder wollen ´s nur beim Namen nicht nennen?

Ist es wahr, sind sie für einander bestimmt,
die  Treue zu halten die ihnen keiner nimmt?
Sie vermissen sich mehr und mehr,
rückt die Entscheidung vielleicht näher?

Sie wollen sich wiedersehen,
den Test gemeinsam überstehen.
Die Ungewissheit bedeutet leiden,
doch lässt ´s sich vermeiden?

Ist es wahr, sie wollen ´s wissen?
Nichts mehr im Leben missen?
Vielleicht sind sie bald bereit,
für ein Leben zu zweit.



Die Krähen

Es zieht heran vom Horizont,
unter lauten Stürmen,
eine schreckliche Rabenfront.
Sie starteten von Ufern, Häusern, Türmen,
und kreisen nun über der Stadt,
nun wirkt schon die ganze Landschaft matt.

Der Himmel schon fast komplett schwarz bedeckt,
die Kinder, die grad spielten,
sind vor Angst zurück geschreckt.
Die Eltern es für sicherer hielten.
Die Krähen kreisen überm Ort,
doch keiner kommt und jagt sie fort.

Die Stadt lag totenstill,
dunkle Geschöpfe erschienen in den Gassen,
wer nicht fliehen will,
wird bald sein Leben lassen.
Die Krähen sich vom Müll ernähren,
weil die Schatten ihnen das Aß verwehren.

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Bringt der Tag dir auch nur Dreck,
so wirf ihn nicht gleich weg,
denn ist die Hoffnung noch so klein,
irgendwo kommt ein Sonnenschein.
Nimue
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« Antworten #1 am: Fr, 16. März 2012, 23:50 »

Wow!
1. Ich steh total auf rhytmische Versmaße - darum schonmal geil.
2. Inhaltlich sehr gelungen. Das erste noch sehr deutlich, zweiteres schon subtiler (daher mehr mein Fall...es bleibt was ungesagt)
3. Ich musste sofort an Liedtexte denken und habe mir - jeweils recht unterschiedlich - sogleich Melodien bzw. Instrumente/Akkorde vorgestellt. Dazu dann vielleicht ein Thomas von Schandmaul oder auch der Pinto von Versengold als Sänger...cool, total gut.

Würde sehr gerne mehr lesen...und andere Meinungen hören^^
« Letzte Änderung: Sa, 17. März 2012, 10:23 von Nimue » Gespeichert

Auge um Auge bedeutet nur, dass die Welt erblindet.
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« Antworten #2 am: Sa, 17. März 2012, 00:55 »

Okay, die guten Texte haben wir schon mal, dann mal her mit dem Komponisten, der die Zeilen vertont!  :hrhr:
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Phips
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« Antworten #3 am: Mo, 19. März 2012, 21:08 »

Hier mal noch ein kleines Gedicht :)

Gestrandet

Einst lag ein verborgenes Schiff,
gestrandet auf einer einsamen Insel,
zerschollen am steilen Riff.
Aus dem Wald ertönt ein Gewinsel,
das die Neugier erweckt.
Die Gestrandeten schleichen in den Wald,
ein Fuchs in der Falle steckt,
das entdecken sie bald.

Vom Hunger geplagt,
von Trauer befallen,
nach Essen gefragt,
zeigt der Fuchs die Krallen.
Der Verzweiflung nah,
überlegen sie wohl das Tier zu retten,
einer macht es wahr,
während die andern auf seinen Tod schon wetten.

Schnell weicht der Retter zurück,
Der Fuchs ist nun frei,
die andern nähern sich Stück um Stück,
noch mehr Tiere eilen herbei.
Die Gruppe will sie fangen,
der Retter nähert sich den Tieren,
die Anderen beginnen zu bangen,
doch er kriecht auf allen Vieren.

Die Gruppe rennt weg,
sie lassen ihn im Stich.
Die Tiere zucken vor Schreck,
nun entscheidet jeder für sich.
Der Fuchs von Dankbarkeit erfüllt,
zeigt dem Retter den Weg zum Ziel,
wo der Löwe schon in der Ferne brüllt,
er bewacht die Gaben viel.

Der Fuchs tritt zum Löwen vor,
sein Retter ist von Ehrfurcht betroffen,
und tritt vorsichtig die Treppen empor.
Das Schiff ist längst ersoffen,
doch er kann sich genug einverleiben,
und teilt sogar mit den Raben.
Er wird also bei den Tieren bleiben,
und dankt für die Gaben.

Von der Gruppe schon nichts mehr gehört,
hat er bei den Tieren gelebt.
Er war über die Geflohenen sehr empört,
Frieden war alles wonach er gestrebt.
Eines war ihm klar,
das gute Leben das er nun besaß,
es ist sicher wahr,
war seiner Hilfe Maß.
« Letzte Änderung: Mi, 21. März 2012, 21:53 von Phips » Gespeichert

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Loni
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« Antworten #4 am: Mi, 21. März 2012, 21:24 »

Hi Phips,

so jung an Jahren und doch schon so tiefgreifende Gedichte ...    ... nur weiter so 
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Freundliche Worte sind wie Sonnenstrahlen, die man hören kann 
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« Antworten #5 am: Mo, 26. März 2012, 22:25 »

Hass

Entsprungen aus Hass,
gestärkt durch Gier,
die Schattenreiter folgen auch dir.
Doch, was ist das?

Du kannst dich nicht beherrschen,
rastest aus vor Wut,
und entfachst so des Teufels Glut.
sie kommen in großen Aufmärschen.

Sie zu zähmen scheint unmöglich,
doch du kannst sie kontrollieren,
darfst nur den Mut nie verlieren,
also streite nicht und beherrsche dich.

Lässt du durch den Hass dich leiten,
oder wirst du gar brutal,
so gerätst du in ihre Opferwahl.
Sie riechen deine Rachsucht schon von weiten.

Sie sind Geschöpfe der Dunkelheit,
wollen den Tag verbannen,
und das Licht der Welt entmannen.
Sie sind jederzeit zum Töten bereit.

Lässt sich mancher Streit auch nicht meiden,
so solltest du stets bedenken,
dein Verhalten wird Kreaturen lenken,
durch die Unschuldige leiden.
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~ nicht zu kuschelig ~


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« Antworten #6 am: Mi, 28. März 2012, 21:00 »

Die Gedichten gefallen mir sehr gut. Allesamt  :o_thumbs1:


Und eines muß ich dir lassen - auf reimen verstehst du dich :-)
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Phips
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« Antworten #7 am: Mo, 02. April 2012, 20:36 »

Kleiner Zaubermeister

Einst war ich ein kleiner Zauberlehrling,
mit dem Stab die Fliegen ich fing.
Erfasst vom Bann der Magie,
doch gelangt mir das Zaubern nie.

Mit der Zeit wuchs ich heran,
der Zauber zog mich weiter in seinen Bann.
Kleine Funken sprossen aus dem Stabe,
Ein Zeichen das auch ich Erfolg habe?

Ich übte fleißig und viel,
langsam entwickelte sich ein Stil.
Herbei kam eine Magierin, eine wilde,
sie sah wie ich übte und lüd mich ein in ihre Gilde.

Vom Gefühl einer Familie geleitet,
wurde ich stehst von ihnen begleitet.
War ich einst nur ein kleiner Wicht,
die Familie missen will ich nicht.

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« Antworten #8 am: Mo, 07. Mai 2012, 20:50 »

Natur

Der Mensch, geboren zum Leiden,
wird in seinen Wegen sich scheiden.
Folgt er dem Licht?
Schafft er es nicht?

Die Entscheidung ist frei,
doch bedenke steht´s die folgen dabei.
Verbunden mit der Natur,
Kraft verleiht sie nur.

Es schweift dem Blick dem Himmel entgegen,
die Luft gekühlt vom milden Frühlingsregen.
Ein schimmern, erkennbar in der Fern,
wiegt man sich im süßlich Dufte gern.

Erweckt vom ersten Sonnenstrahl,
die Zweige wirken kaum noch Kahl,
Auf lebt so manch alter Brauch,
zum Beisammensein am Lagerfeuerrauch.

Es ist die Zeit der trauten Zweisamkeit,
und doch ist sie voller Bescheidenheit.
Die Natur sie protzt nicht mit ihrer Macht,
sie verteilt ihre Gaben nur mit Bedacht.

Bist du des Lichtes Kind,
so spürst du es geschwind.
Erwacht aus dem Winterschlaf,
nutzt du die Gunst nach Bedarf.

Der Tugend geschuldet,
Gier nicht geduldet.
Es ist das Licht das über dich wacht,
also handle steht´s mit Bedacht.
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« Antworten #9 am: Mo, 07. Mai 2012, 21:31 »

...  schöööööööööönnnn ...    ... 
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« Antworten #10 am: Di, 08. Mai 2012, 21:57 »

Verderben

Von Trauer erfüllt,
mit Tränen getränkt,
es ist der Gemahl, den sie gehängt,
als er zum letzten Mal gebrüllt.

Der Anblick ist ein einzig Graus,
Tod und Verderben liegt in der Luft,
es ähnelt der Aura einer Gruft.
die Frau, sie schreit die Qual hinaus.

So viel gab es noch zu klären,
von Reue geplagt,
von Sehnsucht gejagt,
wird´s noch lang an ihr zehren.

Drum sei euch stets gesagt,
zu klären die Zweifel bei Zeiten,
kann euer Glück nur weiten,
ist´s auch schwer was euch geplagt.
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« Antworten #11 am: Mi, 09. Mai 2012, 21:18 »

 :seufz:  ... wie Recht du doch hast ...  und sooooooooo toll geschrieben  ...  :-]
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« Antworten #12 am: Mi, 06. Juni 2012, 13:31 »

Selbstbewusstsein

Einst stieg ich hinauf,
die Treppen vom Glück,
leugnete des Lebens Verlauf,
doch ein Erwachen warf mich zurück.

Jeden Tag aufs Neue,
muss ich entscheiden,
was ich darauf vielleicht bereue,
und ich kann´s nicht meiden.

Ich mach mein eigenes Ding,
bin stolz auf das was ich bin,
auch wenn ich mir manchmal Hohn einfing,
vertrete ich stehts meinen eigenen Sinn.

Dies kann ich euch nur raten,
man sollte sich nicht verstellen,
jedoch kann ich es nicht erwarten,
denn nicht jeder gehört zu den Hellen.

So sei euch gesagt,
wer selbstbewusst durchs Leben geht,
von Sorgen kaum geplagt,
immer aufrecht steht.
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« Antworten #13 am: So, 05. August 2012, 13:29 »

Wird mal wieder Zeit das ich was zum besten gebe ^^
Freue mich wie immer über Meinungen ;)

Ein Klageschrei

Der Himmel grau, die Wolken schwer,
ein Unheil, es schmerzt so sehr.
Im Winde klang ein Raunen nach,
schwach und klagend bis es brach.

Leidend unter wahrlich schwerer Last,
biegt sich selbst der stärksten Bäume Ast.
Der Boden nass und kalt,
verendet er bald?

Plötzlich kommt die Qual,
alles wirkt müd und schal.
Erschlagend wie ein Blitz,
ist´s ein Traum, ein schlechter Witz?

Nein, zu tief sitzt der Schmerz,
solch Wirkung hat kein Scherz.
So ist es also wahr?
Verflucht den Teufel der´s gebar.

Der Teufel war  als erstes verflucht,
als man den Schuldigen gesucht.
Wahrloses verfluchen, ist es recht?
Handelt man nicht etwa schlecht?

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« Antworten #14 am: So, 05. August 2012, 22:17 »

Mag sein, dass ich zu müde bin,
aber mir erschließt sich nicht der Sinn.
All das Klagen im Detail
kommt zustande weil...?
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