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Autor Thema: Diskussion zu "Eragon"  (Gelesen 7083 mal)
Nimue
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« am: So, 11. März 2012, 20:00 »

Liebe Bücherfreunde,

habt ihr die Reihe gelesen?
Wie ging es euch damit?
Ist es für euch große Schreibkunst, innovative Storyline, ansprechend im Stil?

Wie findet ihr die künstliche Aufstockung auf 4,5,6,...? Bände?
Verratet doch mal eure Gedanken dazu, bin sehr gespannt^^
« Letzte Änderung: So, 11. März 2012, 20:07 von Nimue » Gespeichert

Auge um Auge bedeutet nur, dass die Welt erblindet.
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« Antworten #1 am: So, 11. März 2012, 21:42 »

Mir hat die Reihe sehr gut gefallen - bis etwa zur Hälfte des vierten Bandes: Der großen Entscheidung, auf die seit dem Anfang hingearbeteitet wird. Das was danach kam fand ich unglaublich zäh und anstrengend zu lesen.
Da hätte er lieber ein paar Dinge gekürzt und es bei den geplanten drei Bänden gelassen. Woher kommen die Informationen über 5/6 Bände?
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Nimue
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« Antworten #2 am: So, 11. März 2012, 21:50 »

Aus einem Interview was mal bei youtube stand...und was ich nicht wiederfinden konnte.
Dafür hab ich das Zitat, an dass ich mich selber noch gut erinnere, in einem Forum von Eragonfans wiedergefunden.
Kann mich dir mit Band vier nur anschließen.
Band 1 war noch ganz putzig, aber dann wurde es zääääh...ich will mal nur an die Reihe von Naomi Novik erinnern...die Feuerreiter seiner Majestät. Ich glaube bis Band 2, eventuell 3, lies sich das ganz brauchbar lesen...aber danach...blaaaa. Weiß gar nich wieviele Teile es da schon gibt...6,7,8? kA.

Wie hat dir denn das Ende an sich gefallen? Also so für einen Serienabschluss hätte es doch etwas...wie soll ich sagen...klarer, endgültiger, "krasser" sein können, oder nich?
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« Antworten #3 am: Mo, 12. März 2012, 07:22 »

Ich hab eragon per hörbuch gelesen, bin aber noch in mitten des vierten teils, also bis jetzt hats mir sehr gut gefallen, ist derweil noch sehr packend und ich freu
mich schon auf den rest,
auf hörbuch ist das ganze genial, kann ich jedem nur empfehelen, denke aber, das auch langsam mal ein ende sein sollte,
buch 2 und 3 möcht ich jedenfalls nicht missen.
bei 4 bin ich mir noch nicht sicher, ist jedensfalls tausend mal besser als der film, der meiner meinung nach grotten schlecht war.
hat mich damals ziemlich enttäuscht.
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« Antworten #4 am: Mo, 12. März 2012, 10:14 »

Ich habe selbst nur alle Hörspiele/bücher gehört. Andreas Fröhlich ließt diese. Er spricht auch Bob Andrews von den Drei Fragezeichen.
Ich persönlich finde seinen Stiel ausgezeichnet. Er lasst die Gesichte gut aufleben.

Die Handlung selbst ist recht ansprechend. Sie enthält klassische Elemente eines Fantasy Epos, weswegen wahrscheinlich viele finden er hätte die Ideen aus anderen Werken.

Für mich zählen bei Büchern folgende Punkte:

Kann ich mindestens dreimal in einem Buch richtig lachen.
Gibt es mindestens 3 Stellen an denen ich das Buch nicht mehr weglegen kann, weil es so spannend ist.
Gibt es detailreiche Beschreibungen von völlig nebensächlichen Dingen.
Gibt es im Buch mehrerer Charaktere mit denen man sich als Leser indetifizieren kann.

Diese Punkte konnte ich in jedem der Bände finden, weswegen ich sie gerne "gelesen" habe.
Im Fantasiebereich gibt es leider viele Bücher, die keinem dieser Punkte auch nur nahe kommen.

Den Film musste ich nach 10 minuten ausschalten. Es lag nicht an der unterschiedlichen Handlung. Es lag mehr daran, dass ich fand solches Schmierentheater mir nicht antun zu müssen. Besetzung, Dialoge und Handlung sprachen mich überhaupt nicht an.
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« Antworten #5 am: Mo, 12. März 2012, 16:44 »

Ich habe seit kurzem alle Bände durch (englisch wie deutsch). Mein Problem bestand oft genug darin, das Buch weglegen zu müssen, obwohl es grade spannend war. Ich muss dazu sagen, dass ich nicht gerade viel Fantasy in meinen Bücherregalen stehen habe, mir somit auch die Vergleichsmöglichkeiten fehlen.
In den Film habe ich einmal kurz reingeschaut und da auch nur gegen Ende (der Kampf in Tronjheim). Was ich da gesehen habe, hat mir überhaupt nicht gefallen.  o.O   :klugscheisser: Bei Wikipedia findet man dazu folgenden Komentar:  Der Film bekam nur mittelmäßige Kritiken und weicht an vielen Stellen stark von der Buchvorlage ab. Der zweite Teil soll vorerst nicht verfilmt werden.

In seinen Schlussworten im vierten Band schreibt Paolini, dass er sich irgendwann noch einmal mit Eragon und Co. befassen möchte. Es könne in den nächste Monaten, vielleicht aber auch erst in ein paar Jahren sein. Die Möglichkeit einer Fortsetzung hat er sich ja mit dem Ende von Teil 4 offen gelassen.
« Letzte Änderung: Mo, 12. März 2012, 17:00 von Melnie|Maus » Gespeichert

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Nimue
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« Antworten #6 am: Mo, 12. März 2012, 17:23 »

Die Möglichkeit einer Fortsetzung hat er sich ja mit dem Ende von Teil 4 offen gelassen.

Genau sowas HASSE ich. Wie nervtötend...ich kann all diese künstlich verlängerten Endlosserien echt nicht ertragen. Ich bin immer ganz glücklich, wenn eine Triologie auch eine 3-Buch!-Reihe bleibt. Ich will einfach auch mal was Neues lesen und nicht immer auf die Fortsetzung der Fortsetzungen warten müssen um mal eine einfache Geschichte zu Ende zu kriegen...
Wenn eine Serie wirklich was taugt und die einzelnen Bände für sich genommen Qualität haben, sodass sie auch eigenständig gelesen werden können, bin ich gerne bereit mich nach 1-x Jahren bis zum nächsten Teil wieder zu erinnern und einzulesen...aber wenn ein ganzes Buch nur darauf abzielt am Ende so reißerisch und schwammig zu sein um den Kauf des Folgebandes zu sichern, dann finde ich das extrem ätzend (und in der Regel kaufe ich dann aus Prinzip keinen weiteren Band). Im Grunde ist es ein Wunder, dass ich den 4. überhaupt gekauft habe...bin aber selber schuld: ich habe das Märchen vom Finale geglaubt. Passiert mir nich wieder...

Ähnlich mistig finde ich den neusten Trend im Büchergeschäft...da werden normal dimensionierte Bücher in zwei Teile verpackt, damit man zweimal abkassieren kann und trotzdem nicht mehr Buch veraufen muss. Die Black Dagger Serie ist ein trauriges Beispiel dafür (wobei die ja eh als Trash angelegt sind und es damit zu verkraften ist). Ein anderer Fall: Die Furcht des Weisen von Patrick Rothfuss (der erste Teil der Triologie war Der Name des Windes - Buchtip letztes Jahr) wurde als Band 1 und 2 verkauft.
Und ein drittes Beispiel was mir grade einfällt: dieser endlos nervige Wanderhurezyklus von Mr. und Mrs. Lorentz. Da gab es ja mal Teil 1: die Wanderhure, 2: die Kastellanin, 3: die Rückkehr der Wanderhure, 4,5,...hab dann den Überblick verloren.  :confused:
Nun wurde ja jüngst Teil 2 verfilmt. Und siehe da: in den Buchläden steht dick und fett ein "neues" Buch: Die Rache der Wanderhure - Name also wie der zweite Film.
Da es viele nicht wissen, kaufen sie das neue Werk und wundern sich spätestens nach 10 Seiten, warum sie das alles schon kennen.
Hmmm, da hat das Verlagshaus äußerst findig Teil 2 mit neuem Namen NOCHMAL veröffentlicht und (ich unterstelle mal Absicht) vergesen auf die inhaltiliche Gleichheit mit der Kastellanin hinzuweisen..
Dieser ganze komerzielle Müll macht einem doch wirklich die Lesefreude kaputt - manchmal wenigstens.
Und ja, mich ärgert es, wenn man von Ghostwritern, Agenten und Verlagsmultis so offensichtlich für blöd verkauft wird. Schlimmer noch, dass es immer öfter klappt, weil wir als Endverbraucher oftmals machtlos sind.

Aber ich bin grad irgendwie von Eragon abgedriftet (der ja mMn ebenfalls ein Opfer dieser Strukturen ist). Und ich muss leider dabei bleiben: literarisch hat mich der Text nicht angesprochen. Ich muss mich vielleicht mal befragen, ob Drachen in der Literatur einfach nicht so mein Fall sind...vielleicht liegt es ja daran. Denke zwar eigentlich, dass ich Drachen cool finde und so...aber womöglich ist das gar nicht so... :denker:
Interessante Sache das...
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« Antworten #7 am: Mo, 19. März 2012, 06:54 »

Huhus,
ich habe Eragon NICHT gelesen, nicht gehört und wurde in das CGI-Theater nasmens Film geschleppt, der wahrlich unberauschend war.
Ich will aber auch gar nichts zu Eragon, sondern zu Drachen sagen.
Mir geht es zumindest so, dass ich genug von Drachen habe. So wie die Vampire sich grade durch alle Bücher schlafen, so findet man in der klassischen Fantasy beinahe überall Drachen (ich meine hier einen Trend, natürlich gibt es genug drachenfreies, aber es ist deutlich spürbar). Drachen sind absolut in, sieht man sich die Computerspieltitel der letzten Jahre an, kommt man nirgendwo um die Drachen herum. Sogar The Elders Scrolls hat jetzt Drachen!
Wir werden einfach mit unzählbaren Drachendarstellungen beworfen und sind langsam übersättigt. Außerdem muss man immer erst herausfinden: Sind Drachen gut/böse/weise/dumm/tierisch/eine untergegangene Weltzivilisation? Kehren sie zurück, werden sie entdeckt, greifen sie uns an, beschützen sie uns, beherrschen wir sie, beherrschen sie uns, usw.????
Deswegen kann ich zur Zeit gut auf Drachen (the most awesome creatures ever!) verzichten.
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« Antworten #8 am: Mo, 26. März 2012, 08:59 »

Dann misch ich auch mal mit:

Als Eragon rauskam, hab ich mir den ersten Band sofort geholt, denn der Klapptext versprach sehr viel Spaß und Spannung und Fantasy. Gehalten hat die Geschichte davon... so gut wie überhaupt nichts?!... Nagut, es waren phantastische Elemente in Form von Drachen und Rittern und Bösewichten enthalten (phantastisch im Sinne von Phantasie, nicht im Sinne von gut), aber das wars auch schon.
Das Buch hat mich derart gelangweilt, das es mehr Frust als Lust war, sich dort durchzuarbeiten. Die Geschichte war abgedroschen, ideenlos, ohne jegliche nennenswerten Tiefgang - schlicht zum Einschlafen; und im Gedächtnis blieb mir davon lediglich der Fakt, daß es ein blauer Drache war... oder so. Passend dazu erschienen mir die Charaktere so flach und geradezu übertrieben stereotyp, das sie schon wieder unfreiwillig komisch waren.

Am Ende des ersten Bandes war ich bitterlich entäuscht. Seit dem mache ich einen großen Bogen um diese Reihe (Den Begriff "Saga" hat diese Kindergeschichte nicht verdient) und das Buch habe ich mittlerweile auch verschenkt. Schade ums Geld.

Für Jugendliche, die gerade erst angefangen haben die großen Weiten der phantastischen Literatur zu entdecken, mag Eragon ein wunderbarer Einstieg sein, weil er weder mit einer vielschichtigen, in sich verschlungenen Story herausfordert noch mit komplexen, widersprüchlichen Charakteren verwirrt. Statt dessen folgt die Geschichte brav ihrem vorhersehbaren, sehr geradlinigen Lauf und meidet jegliche Überraschungen oder unverhoffte Wendungen. Die darin eingebettet Charaktere sind gleichsam gradlinig, eindeutig in schwarz und weiß unterteilt und erschrecken auch nicht mit plötzlichem Perspektivwechseln. Schwarz ist Schwarz und Weiß ist Weiß, ein Grau gibt es nicht.

Wer sich dagegen zu den erfahreneren Lesern zählt, mit einem höheren Anspruch an die Geschichte und die Charaktere, mit einer Vorliebe für die zahllosen, sich bisweilen selbst widersprechenden Graunuancen, die zwischen reinem Schwarz und hellstem Weiß warten, und mit  einem Faible für verschlungene, unvorhersehbare Handlungsstränge, deren vielschichtige Verflechtungen sich nicht unter dem ersten Blick entwirren lassen, derjenige sollte die Romane meiden. Denn es ist unübersehbar – Eragon ist ein Buch geschrieben von einem Jugendlichen für Jugendliche. Daher darf man sich von der Reihe auch nicht mehr versprechen – aber auch nicht weniger.
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