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Autor Thema: Kein Gestern im Morgen [Gedicht]  (Gelesen 11800 mal)
Eiswoelfin
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~ nicht zu kuschelig ~


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« am: Di, 27. Dezember 2011, 19:09 »

Kein Gestern im Morgen

Morgen
Hauchten die Schatten,
die mit der Nacht enteilten
Morgen
Frohlockte der Wind,
der das erste Licht liebkoste
Morgen
Flüstertest Du und hofftest
In Gedanken an Liebe
Morgen
Flüsterte ich und hoffte
In Gedanken an Liebe

Und das Morgen erwuchs sich ins Heute

Heute
Sang der Sonnenstrahl,
der über das Firmament tanzte
Heute
Seufzten die Gräser,
die unter dem Tag sich wärmten
Heute
Sagte ich und glaubte
In Gedanken an Ewig.
Heute
Sagtest Du und glaubtest
In Gedanken an Ewig.

Aber das Heute verlor sich im Gestern

Gestern
Warnten die Flammen,
die dem Zenit entgegen schlugen
Gestern
Säuselte das Licht,
das sich zum Sterben niederlegte
Gestern
Versprach ich und bat
In Gedanken an Wiederkehr
Gestern
Versprachst Du und logst
In Gedanken an Weitergehen

Denn ein Gestern im Morgen gab es nicht
Für uns

Kein Gestern im Morgen
Schrieb der Regen,
der an die Fensterscheibe klopfte
Kein Gestern im Morgen
Raunte das Dunkel,
das sich den Himmel einverleibte
Kein Gestern im Morgen
Entschiedest Du und gingst
In Gedanken ohne Rückschau
Kein Gestern im Morgen
Wisperte ich und zerbrach
In Gedanken ohne Rückweg

Dann verschwandest Du
In deinen Morgen
Und ich blieb allein zurück
In meinem Heute
Ohne ein Gestern im Morgen
Für uns
                                                                                       Cherub aka Eiswoelfin (c)2006
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Nimue
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« Antworten #1 am: Di, 27. Dezember 2011, 19:18 »

Brilliant!

Ich verzichte zur Ausnahme mal auf meine sonst üblichen ausführlichen Bekundungen...
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Auge um Auge bedeutet nur, dass die Welt erblindet.
Loni
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« Antworten #2 am: Di, 27. Dezember 2011, 19:29 »

   ...    ... bin tief gerührt ... es ist  ... ... einfach KLASSE
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Freundliche Worte sind wie Sonnenstrahlen, die man hören kann 
Melnie|Maus
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« Antworten #3 am: Di, 27. Dezember 2011, 19:55 »

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Hüterin der Vorratskammer 
Eiswoelfin
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~ nicht zu kuschelig ~


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« Antworten #4 am: Di, 27. Dezember 2011, 22:25 »

Dankeschön :-)

Es ist schon alt und die Erinnerungen daran erkaltet. Nun ist es nur noch ein gut gelungenes Gedicht.
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Eowyn
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« Antworten #5 am: Di, 27. Dezember 2011, 22:31 »

auch ich möchte mich anschließen und dir sagen, ein wunderschönes Gedicht. Ich habe es selbst einmal versucht, aber ich habe bemerkt, dafür habe ich dann doch kein talent  :-)
Ist es dein einziges?
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Unkas
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« Antworten #6 am: Mi, 28. Dezember 2011, 00:34 »

Respekt!  :w_thumbs:
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Eiswoelfin
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~ nicht zu kuschelig ~


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« Antworten #7 am: Mi, 28. Dezember 2011, 20:32 »

auch ich möchte mich anschließen und dir sagen, ein wunderschönes Gedicht. Ich habe es selbst einmal versucht, aber ich habe bemerkt, dafür habe ich dann doch kein talent  :-)
Ist es dein einziges?

Nein, es ist nicht das Einzige.
Wie viele andere habe ich mich als Teenager schon an Gedichten probiert, die aber eher in das klassische BravoGIRL-Schema fielen, so a la "Ich liebe das Leben - Das Leben liebt mich - Doch den, den ich liebe - Der liebt mich nicht". Das wurde mir alsbald jedoch zu langweilig und ich versuchte mich an anderen Themen, an anderen Stilmitteln... mal mit und mal ohne jeglichen Reim, ganze Sätze oder nur bloße Worte, von realen Empfindungen/Begebenheiten inspiriert oder gänzlich erdacht... und später dann auch im Kontext diverser RPGs.
Aber es kam wie es kommen mußte -  das normale Leben forderte die ihm gebürende Aufmerksamkeit und mich zog es eher zu ganzen Geschichten denn einzelne Verse.
Mittlerweile schreibe ich nur noch selten. Dafür lasse ich mir viel mehr Zeit, die Gedankenbilder wachsen zu lassen. So kann es passieren, daß ein Entwurf oder eine bloße Notiz Tage, Wochen oder gar Monatelang friedlich vor sich hinstaubt, bevor ich mich erneut daran setze. Denn ich erzwinge es längst nicht mehr, sondern lasse es in meinem Hinterkopf ruhen, bis es schließlich von selbst wieder ins Bewußtsein springt - gewachsen und gereift.
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Eowyn
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« Antworten #8 am: Mi, 04. Januar 2012, 21:38 »

lach ja über das Bravo Niveau bin ich nie heraus. Aber das ist auch nicht schlimm  :-]

Ich wünsche Dir weiter viel Erfolg !
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Phips
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« Antworten #9 am: Mo, 07. Mai 2012, 21:58 »

Ich habe das Gedicht unbewusst grade schon zum zweiten Mal gelesen und ich muss sagen, dass es kein bisschen an seiner Brillianz verloren hat.
Es ist dir wirklich sehr gut gelungen.
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Bringt der Tag dir auch nur Dreck,
so wirf ihn nicht gleich weg,
denn ist die Hoffnung noch so klein,
irgendwo kommt ein Sonnenschein.
NamaBaRonis
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« Antworten #10 am: Di, 08. Mai 2012, 08:26 »

hm, trauriges gedicht,
ich finds aber toll das du traumatische erlebnisse mit dem schreiben von gedichten
verarbeitest. hoffe du hast auch wen zum reden, wenn notwendig.

lg hagal
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Hægl byth hwitust corna
hwyrft hit ofheofones lyfte
wealcath hit windes scura
weortheth hit to wætere syððan
Eiswoelfin
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~ nicht zu kuschelig ~


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« Antworten #11 am: Di, 22. Mai 2012, 22:42 »

Nochmals vielen Dank für das Lob  :blush:  :verlegen:

Wie ich schon weiter oben schrieb, ist das Gedicht für mich - zum Glück - nichts weiter mehr als ein Gedicht der Erinnerung. Wunden heilen irgendwann und wenn man es am wenigsten erwartet, wird man in einen neuen Traum hineingezogen :-)



@Hagal:
Um deine Frage zu beantworten: Zu dem Zeitpunkt hatte ich zum Glück jemanden, der mir zur Seite stand und meine Launen tapfer ertrug. Das bedeutete mir sehr viel und ich bin ihm heute noch ausgesprochen dankbar dafür.
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