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Musik-/CD-Tipp (ARCHIV-Datenbank):

Illices Diaboli - Feuerprobe




1 Prinzesschen auf der Erbse
2 Spielmann
3 Horizont
4 Trinklied
5 Bonus Prinzesschen unplugged




TestCDxxx

Eine fast zufaellige Begegnung auf dem MPS in Rastede fuehrte zu einem
interessanten Interview und zu einer Hoerprobe der ersten CD von Illices
Diaboli. Wer wie ich nicht des Lateins maechtig ist, findet auf der
Webseite illices-diaboli.de die uebersetzung des Bandnamens: „Die
Lockvoegel des Teufels“. Dort befinden sich auch andere Informationen,
wie weitere Auftritte, Videos und aktuelle Neuigkeiten.



Prinzesschen auf der Erbse

erzaehlt von einer Dame, die weniger durch Klugheit auffaellt. Die
Melodie ist sehr eingaengig und der Text mischt auf neue Art und Weise
drei Maerchen miteinander. Ja, die Welt braucht wirklich mehr
Raeubertoechter und weniger Prinzessinnen, dieser Satz wird in diesem
Lied nochmal verdeutlicht. Wer hat noch nicht unter doofen Weibern
leiden muessen?



Spielmann

Bei diesem Lied traeumt doch der eine oder die andere davon, dass der
attraktive Saenger nur fuer einen selber spielt. Die sympathische Stimme
breitet das ruhmvolle Leben eines Spielmannes vor dem Hoerer aus, reist
Geschichten an, die die Fantasie anregen, erzaehlt von Koenigen und den
wahren Helden.

Der Einsatz der nicht minder schoenen weiblichen Stimme am Ende des
Liedes ergaenzt sich harmonisch mit den rockigen musikalischen
Elementen.



Horizont

Das freie Vagabundenleben, das in Spielmann angeboten wird, wird in
Horizont weiter gesponnen; das Erinnern an alte Traeume von Freiheiten.
Ich glaube diese Lied eignet sich auch fuer das Lagerfeuer.



Trinklied

Kalinka, wer kennt diese Melodie nicht? Puuh, die ersten Sekunden fragt
man sich, warum die x-te Version sein musste, dann rockt die Musik los
und es ist klar, warum genau diese Version sein muss. Die Frage der
Saengerin passt wunderbar dazu. Floete und Gesang spielen ziemlich gut
miteinander.



Bonus Prinzesschen unplugged

ist das letzte Lied dieses Erstlingswerk und man bekommt den Eindruck
schon eine kleine Entwicklung in Richtung besseres Zusammenspiel
zwischen Musik und Gesang erkennen zu koennen.



So richtig kann die Stimme noch nicht ganz ueberzeugen. Es fehlt ein
kleines Quaentchen Charisma, das ich bei dem Interview mit dem Saenger
aber auf jeden Fall vor gefunden habe.

Illices Diaboli spielt mittelalterliche Texte mit rockiger Musik, ohne
das die Inhalte veraltet sind, ganz im Gegenteil manche Dinge aendern
sich wohl nie (Spielmann, Prinzesschen).

Die Geschichten koennten, fuer meinen Geschmack, noch etwas mehr
erzaehlt werden, da mache ich mir aber Hoffnung auf das zweite Album.

Mir gefaellt, dass die Stimme nicht unter geht. Bei einigen Bands
uebertoent die Musik den Gesang und das waere hier sehr schade.
Vielleicht gibt es auch mal ein Duett. Dagon (Gesang) und Ferun
(BG-Gesang) koennten zu zweit bestimmt faszinierende Bilder beim Hoerer
entstehen lassen.

Alles in allem finden sich hoerenswerte Ansaetze auf diesem Album und
ich freue mich schon auf das zweite, das wohl nicht mehr all zulange auf
sich warten wird.



Mitglieder:

- Dagon (Gesang)

- Ferun (TinWhistle, Okarina, Gesang)

- Perry (Akkordeon)

- Illicia (Gitarre)

- Diabolus (Bass)

- Von Paschenberg (Schlagzeug)



Genre: Mittelalter/Rock



Heimatstadt: Herten

Gepostet von: Lori

Band Webseite: http://illices-diaboli.de/

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