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Autor Thema: Neil Gaiman - American Gods  (Gelesen 1122 mal)
Nachtmeister
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« am: Di, 27. September 2011, 20:21 »

Neil Gaiman - American Gods

Daten: 624 Seiten, Dieses Buch gibt es sowohl als Taschenbuch als auch als schöne Hardcoverausgabe, Heyne Verlag (18. Mai 2005), 12€,


Rückentext
Shadow hatte drei Jahre Gefängis abgesessen.

Shadow steht vor der Entlassung aus dem Gefängnis. Draußen wartet seine geliebte Frau Laura auf ihn, und sein Freund Robbie hat ihm einen Job verschafft. Die Zukunft sieht für den Ex-Sträfling nicht schlecht aus - bis Shadow erfährt, dass Laura und Robbie bei einer gemeinsamen Autofahrt tödlich verunglückt sind. Auf einen Schlag steht er vor dem Nichts.

Als ihn ein geheimnisvoller Mr Wednesday als Fahrer und Assistenten anheuern will, kann er also nicht ablehnen. Bald entdeckt Shadow, dass er sich in die Dienste eines Gottes begeben hat, des Allvaters Odin, der wie so viele europäische, asiatische und afrikanische Götter und Mythen mit den Einwanderern nach Amerika kam. Odin alias Mr. Wednesday braucht Shadows Hilfe, denn die alten Götter drohen ihre Macht an die Götter der Moderne zu verlieren: Geld, Konsum und Medien. Eine letzte große Entscheidungsschlacht im Herzen Amerikas steht bevor. Und Shadow ahnt noch nicht, dass er dabei eine Schlüsselrolle spielen wird.

HIer gibt es auch eine Leseprobe: http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?mid=4&serviceAvailable=true&showpdf=false&edi=174217#tabbox
Bewertung:6 von 5 Punkten, absolut genial!

Rezension:
wo soll ihc anfangen? Dieses Buch ist einfach der Hammer! Ich habe selten eins o gutes Buch gelesen, bzw. gehört! Muss zunächst zugeben, gelesen hat es jemand anders für mich. Ich habe auf der Arbeit mehrfach die englische Hörbuchvariante gehört.
Okay beginnen wir beim Autor. Neil Gaiman ist, das darf ich mit Fug und Recht behaupten, einer der absolut besten Phantastischen Autoren unserer Zeit und ich würde sagen, dass das noch darüber hinaus gilt. Er hat bereits einige andere Bücher geschrieben, die ich voller Begeisterung verschlungen habe und auch einen Film gemacht. Einigen von Euch ist er vielleicht als der Schöpfer der legendären Sandmann-Comics bekannt. In diesen entwarf er eine Welt, die es ermöglichte Götter mehrere Religionen miteinander iin Kontakt zu bringen. Über den guten Mann gibt es bereits Forschungsliteratur und ein guter Freund von mir hat seine Bachelorarbeit über American Gods geschrieben. Soooo, soviel zu Neil!

Die Geschichte, die erzählt wird, ist in allen Dimensionen phantastisch. Im englischen Vorwort heißt es "only the gods are real.", was zu ziemlich genau den kern der Sache trifft. Alle wichtigen Figuren sind Götter. Das führt zu einer wirklich grandiosen Geschichte, die jedoch nicht darin endet, dass sich alle gegenseitig mit Blitzen bewerfen. Vielmehr werden die göttlichen Kräfte wesentlich subtiler eingesetzt. Die Konflikte laufen zwischen den beiden Parteien der Götter ab und Shadow steht eine sehr spannende Reise quer durch Europa bevor.
Der Stil des Textes ist einsame Spitze und Gaiman recherchiert seine Themen sehr gut. Besonder gelungen finde ich die Zwischengeschichten. Der Hauptstrang der Erzählung wird unterbrochen und dann eine Geschichte aus langer Vergangenheit erzählt und berichtet wie einige Götter nach Amerika gekommen sind. Diese Geschichten alleine sind es schon wert, das Buch zu lesen.
Die Charaktere sind alle sehr gut konzipiert und spannend geschrieben. Die Unterhaltungen sind sehr unterhaltsam ;) . Die Gedanken, die hinter dem ganzen stehen, sind großartig und faszinieren und die aufgeworfenen Fragen bringen gekonnt zum Grübeln.
Ich würde jetzt sehr gerne ganz viel spoilern, etwas aus der dort präsentierten Welt erzählen, aber weil der Hauptcharakter das auch erst mit der Zeit erfährt, werde ich schweigen. So viel kann ich jedoch sagen: Nichts ist, wie es scheint und es gibt viele Geheimnisse zu lüften.

Wer also Urban-Fantasy mag, die ewig gleichen Vampir-Love-Geschichten nicht mehr lesen kann und Phantastisches jenseits der Klischees lerleben möchte, ist hier absolut richtig beraten. Es hilft übrigens ein wenig Ahnung von der Mythologie der ein oder anderen Kultur zu haben, dann erkennt man das ein oder andere, allerdings ist das absolut kein Muss.
Das Buch lädt zum Lachen, ein bisschen Weinen (es ist eine fürchterlicher Moment, wenn Shadow erfährt, dass seine Frau tot ist, besonders wenn man es nicht vom Buchrücken erfährt.) zum Nachdenken, Nägel abknabbern und zu vielen Stunden Lesesucht ein.

So mein Lobpreis ist zu Ende. Lasst Euch davon nicht abschrecken, lest das Buch! Es lohnt sich, der Autor könnte Geldzurückgarantie darauf ausschreiben.
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Pax optima rerum - Friede ist das höchste Gut


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« Antworten #1 am: Di, 24. Oktober 2017, 18:20 »

Ein wirklich hervorragendes Buch! Ich finde, dass unbedingt erwähnt werden sollte, das Gaiman einfach ein vorzüglicher Geschichtenerzähler ist! Seine Werke kann man auch mit eher durchschnittlichen Englischkenntnisse lesen und verstehen und das ganz ohne, dass er "stumpf" schreibt. Er erzählt virtuos in seiner Sprache ganz ohne dabei kompliziert zu sein. Ich kann das nicht erklären, ich empfehle, es zu lesen.

Anfang dieses Jahres wurde das rezensierte Werk in einer ersten Staffel als Spielfilmserie umgesetzt, mit einigen zu erwartenden Abweichungen. Was hältst du denn von dieser Verfilmung?
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